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2. Februar 2021, 09:44 Uhr
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Elf Jahre für Mordversuch

Justitia – die Göttin de Gerechtigkeit.

Justitia – die Göttin de Gerechtigkeit. ©

Aurich/MARI – Es war ein versuchter Mord, als ein 27-jähriger Auricher am Mittag des 3. Juli 2020 vor dem Gebäude der Sparkasse am Auricher Markt auf seinen 23-jährigen Schwager einstach und lebensgefährlich verletzte. Zu diesem Schluss kam die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Aurich nach intensiver Beweisaufnahme. Das Gericht verurteilte den Auricher zu elf Jahre Freiheitsstrafe.

Der Angeklagte sei nur um „Haaresbreite“ an einer Verurteilung zu lebenslanger Haft vorbeigekommen, meinte Richter Stefan Büürma. Die Strafmilderung sei nur dem Umstand zu verdanken, dass das Opfer keine schwerwiegenden dauerhaften Folgeschäden zurückbehält, so der Vorsitzende.

„Der Angeklagte hatte einen Tötungsvorsatz. Davon gehen wir ganz klar aus“, betonte Richter Büürma. Dabei habe der Auricher heimtückisch agiert und die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers ausgenutzt.

Dem Argument der Verteidigung vom strafbefreienden Rücktritt vom Versuch folgte die Kammer nicht. „Wir gehen davon aus, dass Sie es zu Ende bringen wollten“, wandte sich der Vorsitzende an den Angeklagten. „Deshalb sind Sie vor der Tür hin und hergelaufen wie ein Wolf vor der Beute.“ Doch Zeugen verhinderten, dass der 27-Jährige an das Opfer herankam.

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