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26. Juli 2021, 20:24 Uhr
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Flugzeug stürzt vor Norderney ins Meer

DGzRS und Tonnenleger „Norden“ bei den Bergungsarbeiten vor Norderney: Das Flugzeugwrack wird mit einem Kran an Bord gehievt.

DGzRS und Tonnenleger „Norden“ bei den Bergungsarbeiten vor Norderney: Das Flugzeugwrack wird mit einem Kran an Bord gehievt. ©

Norderney – Ein Kleinflugzeug ist am Montagmittag gegen 13 Uhr zwischen Norderney und dem Festland in die Nordsee gestürzt. Der 65-jährige Pilot ist dabei ums Leben gekommen, wie die Polizei Aurich/Wittmund am Abend mitteilte. Nach Angaben der Polizei startete die Maschine am Montagmittag von Borkum aus mit 16 Fallschirmspringern besetzt in Richtung Norderney.

Die Fallschirmspringer sprangen planungsgemäß über der Insel ab. Der Pilot des Flugzeugs beabsichtigte ebenfalls auf Norderney zu landen, stürzte jedoch aus bislang ungeklärter Ursache ins Wattenmeer. Der Absturzort befand sich laut der Website zur Nachverfolgung von Schiffen www.marinetraffic.com etwa ein bis zwei Kilometer südlich von Norderney in Höhe des Osthellers. Zur Bergung der Cessna 208 rückten die Seenotrettungsschiffe „Eugen“ von Norderney, „Elli Hoffmann-Röser“ von Baltrum und „Otto Diersch“ von Norddeich aus, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) informiert.

Die zerborstene Maschine musste in mehreren Einzelteilen gehoben werden.

Die zerborstene Maschine musste in mehreren Einzelteilen gehoben werden. ©

Außerdem war der Tonnenleger „Norden“ vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Emden zur Unglücksstelle gerufen worden. Er sollte beim Bergen der Maschine helfen. Die Gezeiten im Wattenmeer und der Zustand des Wracks erschweren die Bergung. Beim ersten Versuch, das Heck der auseinandergebrochenen Maschine auf das Schiff zu verbringen, riss die Schleppleine. Am späten Nachmittag gelang die Bergung, das Vorderteil allerdings rutschte von der Wattkante, wie WSA-Fachbereichsleiter Günther Rohe mitteilte. Gegen 18 Uhr waren deshalb laut Rohe Taucher der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz, um das vordere Teil der Maschine mit Stahlseilen zum Abtransport vorzubereiten. Die Wrackteile wurden von der „Norden“ in den Hafen von Norddeich gebracht, wo nun weitere Untersuchungen anstehen.

Der Zentrale Kriminaldienst der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) aus Braunschweig haben die Ermittlungen zur Absturzursache aufgenommen. Ein dreiköpfiges Untersuchungsteam sei bereits an die Küste unterwegs, sagte BFU-Pressesprecher Jens Friedemann im Gespräch mit dem KURIER.

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