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8. Juni 2021, 06:00 Uhr
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Seekajakfahrer aus Lebensgefahr gerettet

Die Mannschaft des auf Norderney stationierten Seenotrettungskreuzers „Eugen“ rettete am Sonntag eine Kajakfahrer aus Seenot.

Die Mannschaft des auf Norderney stationierten Seenotrettungskreuzers „Eugen“ rettete am Sonntag eine Kajakfahrer aus Seenot. © DGzRS / Flying Focus - Hermann I

Norderney – Ein Wassersportler verdankt sein Leben einem aufmerksamen Kapitän, der Besatzung eines Motorbootes und den Seenotrettern der Station Norderney. Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers „Eugen“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) rettete den Mann am vergangenen Sonntag aus der Nordsee. Er war mit seinem Seekajak im gefährlichen Seegatt zwischen Juist und Norderney gekentert. Das teilte die DGzRS am Montag mit.

Als der Mann gemeinsam mit vier anderen Seekajakfahrern am Vormittag im Osthafen von Norden-Norddeich aufbrach, ahnten er und seine Kollegen nicht, in was für eine dramatische Situation sie kurz vor Norderney geraten sollten. Zunächst sah es für die Wassersportler nach einer sportlichen Fahrt aus. Das änderte sich schlagartig gegen 13 Uhr: Im Dovetief zwischen den Ostfriesischen Inseln Norderney und Juist kenterte einer von ihnen mit seinem Seekajak. In der gefährlichen Strömung des Seegatts schaffte es der Mann trotz größter Anstrengung auch mit Hilfe der anderen Paddler nicht, wieder in sein Boot zu kommen.

Der Kapitän der vorbeifahrenden Fähre „Frisia VI“ beobachtete die Szene. Er erkannte sofort die lebensgefährliche Lage, in der sich der Wassersportler befand. Umgehend alarmierte er die DGzRS-Station Norderney. Die Seenotretter um Vormann Gerd Schwips waren bereits wenige Minuten später vor Ort. Mittlerweile hatte der starke Ebbstrom den Seekajakfahrer etwa 400 Meter in nördliche Richtung vertrieben.

„Als wir ankamen, hielt ihn die Besatzung eines Sportbootes mit einer Schlinge über Wasser – das war sein großes Glück“, beschreibt Vormann Gerd Schwips die Situation. Bei unruhiger See und der kräftigen Strömung gelang es den Seenotrettern nach eigenen Angaben nur mit großer Mühe, den bereits sehr erschöpften und stark unterkühlten Mann aus dem Wasser zu holen. In Höhe des Weststrandes hievten sie ihn mit dem Rettungsnetz an Bord der „Eugen“. Er selbst konnte nicht mehr aktiv an seiner Rettung mitwirken. Auf dem Seenotrettungskreuzer hüllten die Seenotretter den Mann in wärmende Decken und brachten ihn schnellstens an Land. Im Hafen von Norderney übergaben sie den Verunglückten zur weiteren Versorgung an den Landrettungsdienst.

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